Das wohl schlimmste Szenario in der Koihaltung traf mich im Sommer 2006.
Das Koi-Herpes-Virus (KHV) ist ausgebrochen !
Auch eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover brachte zunächst kein Ergebnis.
Erst im 2. Anlauf erhielt ich von Dr. Neuhaus den Befund: KHV positiv.
Und das obwohl ich strikt auf Quarantäne geachtet habe, obwohl ih nur Fische von namhaften Züchtern gekauft habe.
Jeder Koifreund kann sich vorstellen wie mir zumute war.
In der Zwischenzeit waren ca. 14 Tage vergangen und ca. 70% meiner Koi waren gestorben.
Ich wollte den Teich zukippen und Rasen einsehen aber das wäre bei einem so großen Loch nicht ganz einfach gewesen.
Meine Frau sagte dann zu mir ich solle erstmal darüber schlafen und dann weiter sehen.
Recht hatte sie da, als der erste Schock verdaut war versuchte ich im Internet soviel über KHV zu lernen wie es eben ging.
Ich stellte fest das ich nicht der einzige war der mit diesem Problem zu kämpfen hatte, also entschloss ich mich eine KHV-Tauschbörse zu gründen um hier Betroffenen ein Forum zu bieten.
In der Folgezeit entschloss ich mich meinen restlichen Bestand aufzuheizen,
ich ließ meinen Teich ab und hälterte meine Koi in einem 3000 Liter Quarantäne-Becken bei 32 Grad Wassertemperatur.
Nach einigen Tagen hörte das Sterben auf, tatsächlich scheinen die Koi hier eine Art Resistenz gegen das Virus aufzubauen.
Ich hatte noch mit einigen Bakterienstämmen zu kämpfen, dies konnte ich aber mit Baytril erfolgreich behandeln.
Heute sind mir noch knapp 20 Koi geblieben, zur Zeit weiß ich noch nicht was ich machen werden, wenn ich hier nun neue Fische hinzugebe dann besteht das Risiko eines erneuten Ausbruchs, die Wissenschaft geht davon aus das meine Fische s.g. Carrier, also Trägerfische sind.
Ich werde weiter berichten……..